Das Tageshospiz – St. Peter Oldenburg

Begleiten Sie uns während der Bauarbeiten und der Erweiterung

Im Jahr 2021 hatten wir das Glück ein direkt an unser Hospiz St. Peter Oldenburg angrenzendes Gebäude zu erwerben. Dieses soll nun bis zum Frühjahr 2023 in ein Tageshospiz mit insgesamt vier Plätzen umgebaut und umgestaltet werden. Lesen Sie hier im Bautagebuch alles zum Fortschritt der Arbeiten und dem Stand der Dinge.


Tageshospiz im Hospiz St. Peter in Oldenburg
Tageshospiz im Hospiz St. Peter in Oldenburg 24.02.2022 | Andreas Wagner, Geschäftsführer

Februar 2022 - Grundgedanken zum Angebot eines Tageshospizes
Das Hospiz St. Peter nahm 1995, mit einem Angebot von 8 stationären Hospizbetten, seinen Betrieb im Stadtgebiet Oldenburg auf. Damals als Verein gegründet, erfolgte 2009 die Erweiterung auf 12 stationäre Hospizplätze, in dessen Zuge der Verein in die Stiftung Hospiz Oldenburg umgewandelt wurde. Den Hospizbetrieb übernahm von diesem Zeitpunkt die Hospiz St. Peter gGmbH Oldenburg, die sich in Trägerschaft der Stiftung Hospiz befindet. In den Satzungen der Stiftung Hospiz Oldenburg und der Hospiz St. gGmbH Oldenburg werden eindeutige Aussagen zur Hospizarbeit als Kernaufgabe beider Institutionen gemacht.
Das Hospiz St. Peter ist lebendiger Bestandteil des Palliativ- und Hospiznetzwerks, der Stadt Oldenburg und engagiert sich darüber hinaus auf Landeseben für die Weiterentwicklung der Hospizarbeit.
Als in den frühen 90er Jahren die ersten stationären Hospize in Deutschland entstanden, konnte sterbenden Menschen ein Angebot für eine angemessene und würdevolle Begleitung am Lebensende gemacht werden. Mit dem Entstehen zahlreicher Palliativstationen setzte sich bis zum heutigen Tage das Versorgungskonzept der Palliative Care durch, dass mit Einführung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) sein ambulantes Äquivalent erfuhr. Nicht zuletzt aus den bis heute gemachten Erfahrungen, sondern vor allem durch die Intensivierung der Netzwerkarbeit stellen die unterschiedlichen Akteure in dem Feld der Palliativ- und Hospizversorgung fest, dass nach wie vor eine Lücke zwischen der ambulanten und der stationären Versorgung existiert. Insbesondere der gesellschaftliche Wandel, mit seiner Tendenz zu Singlehaushalten, auseinanderfallenden Familienstrukturen und einer zunehmenden Hochaltrigkeit der Gesellschaft, schaffen besondere Herausforderungen für das Gesundheitssystem. Vor allem die Gestaltung am Lebensende stellt die genannten Angebotskonzepte vor wachsende Herausforderungen.
Trotz der zahlreichen Möglichkeiten ambulanter Versorgung muss festgestellt werden, dass immer noch eine große Zahl, durch die SAPV versorgten Patienten, in den letzten Lebenstagen in eine vollstationäre Versorgung überführt werden, weil die vorhandenen Strukturen überfordert sind. Dies meint zu aller erst pflegende Angehörige, die nach wie vor den größten Teil der Versorgungsleistung der ambulanten Pflege übernehmen. Vor allem Sicherheitsaspekte und subjektive psychosoziale Überforderung werden hier von An- und Zugehörigen genannt.
Durch die Zunahme der Zahl an pflegebedürftigen Menschen spitzt sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter zu.
Mit der Aufnahme in ein Hospiz kann Betroffenen zwar ein Versorgungsangebot gemacht werden, ignoriert jedoch den ausdrücklichen Wunsch der Betroffenen (ca. 76% der deutschen Bevölkerung) nach einer Versorgung am Lebensende in den eigenen vier Wänden, bzw. der vertrauten Umgebung.

Was möchte ein Tageshospiz anbieten?
Ein Tageshospiz soll einen Brückenschlag zwischen dem Zuhause als Lebensort und der engmaschigen Betreuung einer Institution darstellen. Von diesem Angebot profitieren in erster Linie die betroffenen schwerkranken Menschen, aber auch ihre An- und Zugehörigen. In zweiter Linie entlastet es stationäre Einrichtung (stationäre Hospize, Pflegeeinrichtung, Palliativstationen) durch freibleibende Kapazitäten und kann damit der oben beschriebenen Entwicklung einen Schritt entgegensetzen.
Mit dem Angebot eines Tageshospizes kann vor allem pflegenden Angehörigen eine Perspektive aufgezeigt werden, die ein partnerliches Versprechen der gegenseitigen häuslichen Versorgung am Lebensende realistischer werden lässt.
Die Aufnahmekriterien für den Besuch in einem Tageshospiz orientieren sich an der Rahmenvereinbarung nach § 39a Abs. 1 Satz 4 SGB V. Sie beschreibt das Zusammentreffen einer lebenslimitierenden Erkrankung mit einer interventionspflichtigen Symptomlast und einer mangelnden häuslichen Versorgungskapazität.
Tageshospizgäste müssen in der Lage sein sich mit leichter Hilfestellung fortzubewegen, den hospizlichen Abläufen folgen und Wünsche und Bedürfnisse zum Ausdruck bringen zu können. Dabei ist der Besuch auf keine bestimmte Tageszeit beschränkt, meint also sowohl die Tages-, wie auch Nachtstunden.

Wie geht es weiter?
Vermutlich ab dem Frühjahr 2023 sollen vier Tageshospizplätze an dem bekannten Standort in der Georgstr. 23 in Oldenburg bereitstehen. Sie bieten jedem Gast die Möglichkeit für einen Rückzug und der ungestörten Ruhe. Daneben soll jedem Hospizgast die Möglichkeit zur Verfügung stehen am Alltag des Hauses teilzunehmen. Hierzu wird das Team in den kommendn Monaten Angebote entwickeln.

Aktuell befindet sich das gesamte Projekt noch in der Planungsphase. Die Architekten zeichnen, rechnen und entwickeln. Die Mitarbeitenden überlegen, planen und entwickeln Ideen und alle zusammen freuen wir uns auf ein spannendes Vorhaben.

Genau wie in der vollstationären Hospizarbeit, wird auch das Tageshospiz auf die Unterstützung durch Spenden angewiesen sein.

In den kommenden Monaten möchten wir an dieser Stelle immer wieder von dem Verlauf des Projekts und den Baufortschritten berichten.
Sollte Sie Fragen oder Anregungen haben, nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf.


Erster Spatenstich
Erster Spatenstich 14.07.2022 | Andreas Wagner

Am Samstag den 18.06.22 erfolgte der „erste Spatenstich“, als Auftakt für das Tageshospiz am Hospiz St. Peter, in Oldenburg. Der Tag war vor allem einer Begegnung zwischen den aktiven haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden und den Kuratoriumsmitgliedern des Hospizes gedacht. Gemeinsam ging es darum den zukünftigen Hofgarten zu räumen. Der Alltag gibt wenig Raum für Begegnung und so bot es sich an, diese Aktion gemeinsam an zu gehen. Der Tag begann mit einemgemeinsamen Frühstuck „auf die Hand“ und endete am Nachmittag mit Wurst vom Grill und erfrischenden Getränken, nach getaner Arbeit.
Es wurden Büsche entfernt, kleinere Bäume gefällt, Blumen „gerettet“ und Laub entfernt. Das alles bei herrlichem Sonnenschein und guter Laune. Ganz nebenbei ergaben sich interessante Gespräche und es bestand die Möglichkeit das neu erworbene Haus einmal von innen in Augenschein zu nehmen und eine Idee davon zu bekommen, wie es mal werden soll.
Die Fotos zeigen einige hauptamtliche und ehrenamtliche Kolleginnen und Kollegen, sowie Mitglieder des Kuratoriums.
Der nun freigeräumte Platz wird in der Zeit der Umbauphase zunächst als Lager- und Abstellfläche für die Handwerker genutzt. Später, nach Abschluss der Umbauarbeiten, wird dann ein großer Hofgarten für unsere Hospizbewohner und Gäste eingerichtet.
Aktuell wird mit Anstrengung an dem Bauantrag gearbeitet. Dabei gilt es vorhandene Baudenkmalvorgaben zu berücksichtigen. Parallel erarbeitet das Team Konzepte und plant die Abläufe in den zukünftigen Räumlichkeiten.

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