Finanzierung


Die Kosten des Hospizaufenthaltes werden anteilig von der gesetzlichen Krankenkasse (§ 39 a SGB V), der gesetzlichen Pflegeversicherung (§ 43 SGB XI) und einer gesetzlichen Eigenleistung des Hospizes über 5 %   getragen. Die privaten Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten in gleicher Höhe, auch wenn dies im Moment noch im Einzelfall geklärt werden muss, da es hier keine gesetzliche Regelung gibt.

Die 5 % Eigenleistung wird aus Spenden erbracht, die die Stiftung Hospiz Oldenburg für den laufenden Hospizbetrieb zur Verfügung stellt. Die Stiftung stellt jährlich aus den Spenden weitere erhebliche Mittel zur Verfügung, damit ausreichend Zeit für die Beratung der Hospizbewohner und deren Angehörigen bleibt. Ebenso unterstützt die Stiftung die vom Hospiz angebotene Trauerbegleitung. Mit Hilfe vieler Spenden sorgt die Stiftung dafür, dass die nicht von den Kassen getragenen Kosten im Hospiz gesichert sind.

So ist die Aufnahme nicht von finanziellen Möglichkeiten der Betroffenen abhängig, sondern richtet sich allein nach der medizinisch-pflegerischen Notwendigkeit. Die Spenden sorgen auch dafür, dass die Hospizleitung immer die Pflege zuhause unterstützt, wenn sie gewünscht wird. Eine Aufnahme soll nie nur deshalb forciert werden, weil es gerade ein freies Bett im Hospiz gibt.

Dass die stationären Hospize sich zu einem erheblichen Teil über Spendenmittel finanzieren liegt in der Geschichte und der Idee der Hospiz begründet. Entstanden sind die Hospize aus einer großen Bürgerbewegung: Schon bevor es eine gesetzliche Finanzierung gab, haben sich Menschen in Oldenburg und Umgebung mit kleinen und größeren Zuwendungen entschieden, dass sie für schwerstkranke und sterbende Menschen bei Bedarf ein Hospiz vorhalten wollen. Als es dann zu einer gesetzlichen Regelung kam, hat sich die Hospizbewegung mit der Politik darauf verständigt, eine gewisse Eigenbeteiligung als Ausdruck der Solidarität der Bürger einer Region mit den Schwerstkranken und Sterbenden bei zu behalten.
Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Hospiz, aber auch die Bewohner und ihre Angehörigen und Freunde spüren diese Solidarität und fühlen sich darin gestärkt.