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Leitbild

Entstehung


Der Hospizgedanke entstand aus dem Wunsch heraus, sterbende Menschen in Würde zu begleiten und die Themen Tod und Sterben wieder ins gesellschaftliche Leben zu integrieren. Seither erfahren wir eine breite Unterstützung aus der Bevölkerung, u. a. durch Ehrenamt, Spenden sowie Nachlässe. Entstanden aus einer Oldenburger Bürgerbewegung, verdanken wir unsere Gründung einer Schenkung der katholischen Kirchengemeinde St. Peter. Diese Verbindung zur katholischen Kirche besteht bis heute. Wir leben christliche Werte und begegnen allen Religionen und Weltanschauungen mit Offenheit.

Grundgedanken


Im Hospiz St. Peter finden Menschen Aufnahme, deren Lebenszeit durch eine unheilbare, fortschreitende Erkrankung begrenzt ist. Ihnen soll ein würdevolles und selbstbestimmtes „LEBEN BIS ZULETZT“ ermöglicht werden. Das Hospiz St. Peter ist ein Ort, an dem täglich die Auseinandersetzung mit Sterben, Tod und Trauer stattfindet. Hier begegnen sich Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit diesen Themen konfrontiert sind.
Die Schwerpunkte unserer hospizlichen Arbeit umfassen vor allem

  • stationäre palliativpflegerische Versorgung,

  • palliative Beratung,

  • psychosoziale Begleitung,

  • Angebote zur Trauerbewältigung,

  • Information zu Hospiz- und Palliativarbeit.


In unserem Haus sind alle Menschen, die sich für die ihnen verbleibende Zeit des Lebens unsere Unterstützung wünschen, willkommen. Wir begegnen ihnen unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund, ihrer individuellen Lebensgeschichte sowie ihren gewählten Lebensmodellen mit Offenheit und Toleranz. Darüber hinaus verstehen wir uns als Teil des gesellschaftlichen Lebens in der Region Oldenburg und tragen in diesem Sinne dazu bei, dass Sterben und Tod thematisiert und wahrgenommen werden und somit in das öffentliche Bewusstsein gelangen.

Unsere Haltung


Wertschätzung, Respekt, Zugewandtheit, Wahrhaftigkeit, Offenheit und Toleranz bilden die unverzichtbare Grundlage unserer Arbeit. Emotionalität im alltäglichen Handeln ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich gewünscht. Menschliche Stärken und Schwächen sehen wir als Anteile der jeweiligen Persönlichkeit in dem Vertrauen darauf, dass jeder sein Bestes gibt.

Unser Erscheinungsbild


Wir sind ein kleines, überschaubares Haus in der Mitte der Stadt. Das Zuhause können wir zwar nicht ersetzen, aber unsere schön gestalteten Räumlichkeiten und unsere unterschiedlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen zu einer warmen und behaglichen Atmosphäre beitragen. Die Einzelzimmer sind wohnlich ausgestattet und lassen jederzeit individuell vorzunehmende Veränderungen zu. Unsere Räume können Schutzraum, Oase und gastliches Zuhause sein, in denen Gemeinschaft gelebt werden kann. Sie bieten vielfältige Möglichkeiten der Begegnung.


Unser professionelles Pflegeverständnis


Bild "Beineinreibung_small.png"Abgestimmt auf die jeweiligen Bedürfnisse und Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner bieten wir lindernde Pflege und individuelle Zuwendung, in die wir die Zugehörigen gleichermaßen einbeziehen. Unser Anspruch ist eine Pflege, die auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert. Jede zu pflegende Person wird in ihrer Ganzheitlichkeit wahrgenommen. Seelische, körperliche, soziale sowie spirituelle Aspekte ihres Menschseins finden Berücksichtigung. Ihr Wohlbefinden steht am nahenden Lebensende im Vordergrund.

Hohe Fachkompetenz in Verbindung mit Kreativität und Mitgefühl ermöglichen es, auch in komplexen und kritischen Situationen Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. Auch der Humor ist ein nicht zu unterschätzender, hilfreicher Begleiter der alltäglichen Arbeit.

Gerne vermitteln wir unsere Erfahrungen sowie unser Wissen an Dritte,  z.B. an Auszubildende der Pflegeberufe, Praktikantinnen und Praktikanten, Ehrenamtliche oder auch an interessierte Zugehörige.

Die persönliche und fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird unterstützt und gefördert.

Unser Miteinander


Die Vielseitigkeit der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergibt ein sich ergänzendes und gegenseitig bereicherndes, engagiertes Team. Unser Selbstverständnis setzt einen Umgang auf Augenhöhe als Grundlage einer professionellen Zusammenarbeit voraus. Entscheidungen werden weitgehend gemeinsam getroffen. Alle an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen pflegen ein zugewandtes Miteinander. Dabei entstehende Irritationen gehen wir offensiv an. Bei der Bearbeitung von Konflikten werden wir durch Supervision unterstützt. Unsere Gemeinschaft trägt und hält uns.

Unsere Fürsorge gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Zugehörigen und Trauernden. Im Wissen darum, dass Familie und Privatleben wichtige Kraftquellen darstellen, ist uns eine gute Vereinbarkeit mit den betrieblichen Anforderungen des Hospizes ein besonderes Anliegen.

Unser Wirtschaften


Eine unserer Verantwortungen umfasst den Erhalt unserer guten Arbeitsbedingungen. Unser Handeln richtet sich am wirtschaftlichen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sowie den vorhandenen Ressourcen aus und bildet die Grundlage einer dauerhaften Existenzsicherung. Als Unternehmen tragen wir darüber hinaus auch Verantwortung für den Schutz der Umwelt. Auch in diesem Sinne ist uns ein sparsamer Umgang mit Ressourcen wichtig.

Blick in die Zukunft


Auf der Grundlage dieser leitenden Gedanken, Haltungen und Zielsetzungen nehmen wir uns vor, sowohl die Institution des Hospiz St. Peter als auch deren gesellschaftliche Wirksamkeit in der Zukunft mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln abzusichern, weiterzuentwickeln und qualitätsvoll zu verbessern. Wir streben an, durch vorbildliche Arbeit ebenso wie durch Nutzung des bestehenden Netzwerkes daran mitzuwirken, dass Sterben und Tod zunehmend selbstverständlicher als Teil des Lebens angenommen werden können. Aktive Öffentlichkeitsarbeit, Werben um Unterstützung sowie die Bereitschaft, Wissen zielgerichtet zu vermitteln werden dazu dienen, Interesse zu wecken und die gesellschaftliche Akzeptanz zu erhöhen.

„Die Auseinandersetzung mit dem Tod führt mich hin zum Leben.“ (A.-M. Tausch)